Mittwoch, 18. Oktober 2017

Mit der Individualisierung den Zeitgeist getroffen


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Die Organisatoren des Greifenseelaufs bieten ihren Läufer/innen exklusiv ein individualisiertes Finishergeschenk an. Alle, die über Halbmarathon oder 10km im Ziel angekommen sind, erhalten ein Magazin mit sich selber auf dem Titelblatt zugestellt. Doch wie ist das möglich? Die Umsetzung dieses Grossprojektes ist nur dank des digitalen Fortschritts und der damit verbundenen Identifikation der Kunden möglich.
Als erstes sind die Fotografen am Werk. Es gilt, während des Eventtags von 10‘000 Läufer/innen ein attraktives Foto zu machen. So entstehen während 4 Stunden rund 60‘000 Bilder. Riesige Datenmengen werden auf dem Server zwischengespeichert. Jedes Foto wird anschliessend in mühsamer Arbeit einer Startnummer zugeteilt und das schönste jeder Person ausgewählt. Beachtliche drei Tage braucht das Fotografenteam dafür. Anschliessend werden alle Fotos mit Identifikation der Startnummer an die Druckerei gesendet. Gleichzeitig liefert der Zeiterfasser des Events sämtliche Postadressen der Läufer/innen inkl. Startnummer an die Druckerei. Nun gilt es, alle Daten korrekt zusammenzuführen.
Eine Spezialsoftware der Druckerei macht es möglich, dass beide Datensätze miteinander verknüpft werden, sodass innert 20 Sekunden ein individuelles Titelbild mittels Digitaldruck gedruckt wird. Mit einer beachtlichen Quote von 98% haben es die Macher geschafft, die Läufer/innen zu begeistern, als das Magazin vergangene Woche im Briefkasten lag. 

In der Zwischenzeit posten auf der Facebookseite des Greifenseelaufs die Läufer/innen bereits stolz ihre persönlichen Covers, womit die Marke des Greifenseelaufs wiederum gestärkt wird. Es scheint, als hätten die Macher den Puls der Zeit der Individualisierung getroffen.

Offen bleibt die Frage, weshalb das Magazin nicht Online zum Download angeboten wird, was das Angebot abrunden würde und den digitalen Fortschritt nochmals unterstreichen würde.

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